Johanneskirchengemeinde Neumünster/ Wittorf - Wir gehen aufeinander zu, Wir lernen miteinander leben.

Die Bilder am Altar



Die Hand ist immer das Zeichen einer Handlung. Sie drückt Aktivität, Tat, Macht und Herrschaft aus. Sie ist ein königliches Symbol.

Frühzeitig wurde sie auch zum Symbol für Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Ehre. Durch Gottes Hand ergriffen zu sein, bedeutet, den Geist Gottes zu erfahren, sich Gott anzuvertrauen. Nach jüdischer Tradition ist die linke Hand Gottes die Hand der Gerechtigkeit, die rechte Hand die Segenshand.

Den Ausdruck "Gottes Hand" findet man im Alten Testament sehr häufig. Er ist immer ein Hinweis auf die Anwesenheit und die Handlung Gottes, auf seine Macht und Wirksamkeit.

Im Neuen Testament kommt der Ausdruck "Gottes Hand" nicht so häufig vor. Er weist aber immer auch auf die Vorstellung der Anwesenheit und Allmacht Gottes hin.

Heute bitten wir um Gottes Hand, um seine Hilfe im Segen durch Handauflegung und Erhebung der Hände und im Gebet mit erhobenen oder gekreuzten Händen.

Am Altar soll das Symbol der Hand Gottes uns hinweisen auf das Eingreifen Gottes in dieser Welt, dass wir mit unserem Leben, mit unseren Wünschen und unseren Taten in Gottes Hand stehen.

 

Der Fisch spielt in vielen Kulten und Religionen eine Rolle: Er wurde zum Talisman für verschiedene Zwecke, zum Reittier von Gottheiten und sogar zum Gott.

Der Fisch ist auch in die christliche Symbolik eingegangen. Er wurde zum Zeichen, das die ersten Christen benutzten, um sich und ihren Glauben untereinander zu erkennen.

Für Christen ist der Fisch das Symbol fr Christus. Gelehrte im 17. Jahrhundert brachten den griechischen Namen für Fisch mit dem Akrostichon "Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland" in Verbindung.
Das Symbol Fisch wurde offenbar zuerst mit Rückbezug auf Mt 14, 19 zur Bezeichnung des getauften Christen verwendet.

Im christusbezogenen Sinne wird der Fisch auch zum Symbol des Abendmahls, des eucharistischen Mahles, so wird er oft zusammen mit Brot und Wein dargestellt.

 

Der Fisch an unserem Altar bedeutet also auch für uns: Jesus Christus, gekreuzigt, begraben und auferstanden - auch eine Hoffnung für uns.

 

Die flammenden Tropfen, dieses Bild am Altar ist das Schwierigste. Handelt es sich tatsächlich um Flammen, oder sind es vielleicht Wassertropfen?

Feuer hat unter den Menschen immer Schauer und Furcht erregt. So wurde es  zum Symbol des Himmels, aber auch der Hölle.
Die Israeliten erkannten Gottes Anwesenheit im Feuer, zum Beispiel in der Feuersäule. Das Feuer verkörpert Gott auch am Tage des ersten christlichen Pfingsten, wo Flammen Gott und den heiligen Geist ausdrücken. Flammen in Gestalt von Zungen lassen sich an Pfingsten auf die Jünger nieder.

Mit Feuer getauft werden heißt: geläutert, geheilt werden.

 
Auch Wasser ist ein Symbol der Läuterung. Der Gebrauch reinigenden Wassers ist bei den Christen sehr alt. Die christliche Liturgie hat dieses Sinnbild vor allem für die Taufe verwendet. Durch das Wasser wird der Getaufte neu geboren.

 
Die Flammen am Altar sollen uns also sagen, dass wir nicht nur mit Wasser, sondern auch mit dem Feuer des Geistes getauft sind.